Intelligenter lernen und arbeiten im digitalen Zeitalter

Buch und Smartphone

Marcus Klug liebt geistige Herausforderungen und Experimente. Und so hat er neben seiner Arbeit als Kommunikationswissenschaftler und Blogger am Dialog- und Transferzentrum Demenz (DZD) an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) zusammen mit dem Philosophen und Selbstmanagement-Trainer Michael Lindner in zwei Jahren ein Sachbuch im Selfpublishing-Format in agiler Team-Arbeit mit dem Titel „Morgen weiß ich mehr. Intelligenter lernen und arbeiten nach der digitalen Revolution“ geschrieben.

Das Sachbuch richtet sich insbesondere an Kopfarbeiter und Kreative, die sich fragen, wie sich Bildung und Arbeit durch die Digitalisierung verändern. Welche größeren gesellschaftlichen Veränderungen sich abzeichnen, und welche neuen Möglichkeiten sich im Internet auftun, jenseits von klassischen Karrierepfaden eigene Ideen und Wissensprodukte wie unter anderem E-Books, Online-Trainings und Video-Kurse zu realisieren. Dabei wurde das Buch bereits im Vorfeld erfolgreich über eine Crowdfunding-Kampagne auf Startnext finanziert.

Durch das Buch-Projekt hat sich auch eine Transformation im Denken bei Klug vollzogen: Während des Schreibens musste er zunächst feststellen, dass wir vielfach in Bildung und Arbeit im Kopf noch in der Ära der Industrialisierung stecken. Dabei wurde ihm aber mit der Zeit bewusst, dass die Gestaltungsmöglichkeiten jenseits ausgetretener Pfade viel größer sind, als wir gemeinhin annehmen. Dieser Lerneffekt ergab sich neben dem Schreiben vor allem auch in zahlreichen Interviews mit (Online)Unternehmern, Forschern, Journalisten, Designern, Beratern und Managern und in praktischen Experimenten mit digitalen Wissensformaten und Komponenten für Kopfarbeiter und Kreative. All diese Erfahrungen sind in das Buch theoretisch und praktisch mit eingeflossen.

Bei der Recherche zum Buch hat Klug außerdem einige außergewöhnliche Fallbeispiele von Einzelpersonen und Organisationen entdeckt, die schon heute den digitalen Wandel mit Wissen gestalten. Entdeckt hat er unter anderem das Beispiel einer Reisebloggerin, die mit ihrem Laptop weltweit als „Digitale Zen Nomadin“ unterwegs ist oder das Beispiel einer Organisation, in der es keine festen Stellen und Abteilungen mehr gibt und eigene Projekte nicht wie bei Google zu 20 Prozent, sondern zu 100 Prozent in Teamarbeit realisiert werden können.

Quelle: https://idw-online.de/de/news669418