Ausbau und weitere Vernetzung der Migrationsforschung

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Die Nachfrage nach wissenschaftlicher Expertise zur Integrations- und Migrationsforschung ist groß. So groß, dass Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) im Juni gründete. Bis Ende des Jahres wird ein Institut in Berlin und ein bundesweites Netzwerk von Forschungseinrichtungen aufgebaut. Diese werden die zwei Säulen des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung bilden. Foto: photothek/Inga Kjer

Katarina Barley: "Das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung wird einzigartig in der deutschen Forschungslandschaft sein. Wir werden eine nachhaltige Forschungsinfrastruktur aufbauen. Die benötigen wir, um Forschungslücken zu schließen und Integration aktiv zu gestalten. Falschinformationen und Mutmaßungen müssen wir Fakten entgegensetzen!"

Kooperationsvereinbarungen mit Bundesländern

Das Bundesfamilienministerium wird zudem mit interessierten Bundesländern Kooperationsvereinbarungen abschließen, die die Integrations- und Migrationsforschung auf regionaler Ebene unterstützen möchten. Erste Kooperationsvereinbarungen wurden zwischen Katarina Barley und Michael Müller sowie der Niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajić, unterzeichnet.

Darüber hinaus steht das Bundesfamilienministerium mit den Ländern Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Sachsen wegen entsprechender Kooperationsvereinbarungen im Gespräch.

Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung

Zum Hintergrund: Der Deutsche Bundestag hat 2016 beschlossen, durch die Bereitstellung von Mitteln das Bundesfamilienministerium mit dem Aufbau eines Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung zu beauftragen. Von 2017 bis 2020 stehen dafür 6,8 Millionen Euro zur Verfügung.

Der Aufbau des DeZIM erfolgt in enger Zusammenarbeit mit universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, welche vom Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin koordiniert wird. Weiterhin sind das Interdisziplinäre Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung an der Universität Duisburg-Essen, das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg, das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung in Bielefeld, das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien in Osnabrück, das Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung und das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung am Aufbau des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung beteiligt.

Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)

Das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück wurde 1990 als erste Einrichtung dieser Art in der Bundesrepublik gegründet. »Das IMIS verfügt über eine lange interdisziplinäre Forschungserfahrung und kann auf eine intensive nationale und internationale Vernetzung zurückgreifen“, erklärt die Osnabrücker Vizepräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel. „Das ist eine Expertise, auf die wir stolz sind und die wir gewinnbringend in die Arbeit des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung einbringen.“

Weitere Informationen

www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2017/06/2017-06-28-forschen-migration.html