Handbuch zur Sozialen Arbeit mit geflüchteten Kindern und Familien

Porträtfoto Prof. Dr. Luise Hartwig

„Es gibt schon einiges an Fachbüchern zu dieser Thematik, aber noch keine Publikation, die so aktuell umfassend alle Bereiche abdeckt“, sagt Prof. Dr. Luise Hartwig. Die Erziehungswissenschatlerin am Fachbereich Sozialwesen der FH Münster hat gemeinsam mit Gerald Mennen von der Outlaw-Stiftung und Prof. Dr. Christian Schrapper von der Universität Koblenz das Handbuch herausgegeben.

Not, Krieg und Perspektivlosigkeit prägen die Lebenserfahrungen von Kindern, Jugendlichen und Familien, die nach Deutschland geflohen sind. Für die Soziale Arbeit eine immense Herausforderung! Was müssen Sozialpädagoginnen und Sozialarbeiter wissen? Fluchtgründe, Herkunft und Kultur, rechtliche Bedingungen – das ist die eine Seite. Vor allem aber sind Kenntnisse gefragt über sozialpädagogische Konzepte und Methoden in den Bereichen Jugendhilfe, Schule, Gesundheit und Arbeit. Dies sind die Themen im „Handbuch Soziale Arbeit mit geflüchteten Kindern und Familien“, das soeben im Verlag Beltz Juventa erschienen ist.

Herausgegeben hat es Prof. Dr. Luise Hartwig vom Fachbereich Sozialwesen der FH Münster gemeinsam mit Gerald Mennen von der Outlaw-Stiftung und Prof. Dr. Christian Schrapper von der Universität Koblenz. Es wendet sich vor allem an Fachkräfte aus der Sozialen Arbeit. „Es gibt schon einiges an Fachbüchern zu dieser Thematik, aber noch keine Publikation, die so aktuell umfassend alle Bereiche abdeckt“, sagt Hartwig. Im deutschsprachigen Raum sei zwar bereits ein Handbuch mit Bezug auf Soziale Arbeit erschienen, allerdings vor zwei Jahrzehnten und mit dem Schwerpunkt Kinderflüchtlinge.

Die Beiträge der Neuerscheinung beleuchten die Fluchtursachen und -routen, das Ankommen in Deutschland, die Akteure in den Behörden und vor allem sozialpädagogische Themen sowie Aspekte der Bildung und Ressourcen in Kultur und Sport. Die Autoren, unter ihnen auch zehn aus dem Fachbereich Sozialwesen, liefern Konzepte und Ideen, „die eine gelingende Praxis möglich machen“, so die Hochschullehrerin für Erziehungswissenschaft. Deshalb sprechen die Herausgeber auch von einem „Buch gegen Barrieren“.