Benjamin Jörissen in den Rat für Kulturelle Bildung gewählt

Foto Benjamin Jörissen

Der Erlanger Pädagoge Prof. Dr. Benjamin Jörissen ist neues Mitglied im Rat für Kulturelle Bildung. Der Inhaber des Lehrstuhls für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur, ästhetische Bildung und Erziehung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg verstärkt das unabhängige Beratungsgremium insbesondere durch seine Expertise in den Bereichen Medienpädagogik und Ästhetische Bildung. Foto: Georg Pöhlein

Prof. Dr. Eckart Liebau, Vorsitzender des zwölfköpfigen, unabhängigen Expertenrates zur Entscheidung für den 49-Jährigen: „Ich freue mich sehr über die Wahl von Benjamin Jörissen, bringt er doch eine außerordentliche Spannbreite an Wissen und Erfahrung im Bereich der Pädagogik mit – vom geistesgeschichtlichen Fundament der Erziehungswissenschaften bis hin zu den aktuellsten Entwicklungen im Bereich des Lernens im digitalen Umfeld. Jörissen wird unsere Arbeit sehr bereichern, zumal der Expertenrat sich 2018 dem Zusammenspiel von Digitalisierung und Kultureller Bildung als Schwerpunktthema widmen wird.“

Den Kern seines künftigen Engagements in dem von sieben Stiftungen getragenen Expertenrat umreißt Jörissen wie folgt: „Die rasanten medialen, technologischen, ökonomischen, ökologischen und migrationsbezogenen Veränderungen unserer Zeit greifen tief in tradierte kulturelle Gefüge ein und transformieren sie. Kulturelle Bildung muss diese kulturellen Veränderungen verarbeiten und gestalten helfen, und zwar auf hohem pädagogischem und ästhetischem Niveau. Denn Künste und andere ästhetische Praktiken sind Spiegel und auch Mittel von Veränderung: Sie bauen Brücken zum Neuen, Anderen und Zukünftigen. Im interdisziplinären Diskurs des Rates für Kulturelle Bildung sehe ich eine gute Plattform, die gesamtgesellschaftliche Bedeutung Kultureller Bildung mit fachlichen Argumenten auch einem breiteren Publikum jenseits des wissenschaftlichen Zirkels nahezubringen.“

Über den Rat für Kulturelle Bildung

Der Rat für Kulturelle Bildung ist ein unabhängiges Beratungsgremium, das sich umfassend mit der Lage und der Qualität Kultureller Bildung in Deutschland befasst. Ihm gehören zwölf Mitglieder an, die verschiedene Bereiche der Kulturellen Bildung repräsentieren: Tanz- und Theaterpädagogik, Musik- und Literaturvermittlung, Bildungsforschung, Erziehungswissenschaften, Pädagogik, Medienpädagogik, Soziologie, Kulturelle Bildung und die Künste.

Der Rat für Kulturelle Bildung ist eine Initiative der Bertelsmann Stiftung, Deutsche Bank Stiftung, Karl Schlecht Stiftung, PwC-Stiftung, Robert Bosch Stiftung, Stiftung Mercator und der Stiftung Nantesbuch.
Die Expertinnen und Experten im Rat für Kulturelle Bildung repräsentieren keine Verbände, Institutionen, Parteien oder Konfessionen. In ihrer Tätigkeit für das Gremium sind sie an keine Weisungen gebunden. Sie werden unter beratender Begleitung einer unabhängigen Findungskommission berufen.